Fotografie kann dokumentieren. Sie kann inszenieren. Sie kann Realität zerlegen und neu zusammensetzen.
In meinen aktuellen Arbeiten bewege ich mich genau in diesem Spannungsfeld – zwischen dokumentarischer Fotografie, konzeptioneller Kunst, digitalem Composing und KI-inspirierter Transformation. Derzeit umfasst mein kreativer Raum vier zentrale Fotoprojekte. Jedes steht für einen eigenen Zugang zu Erinnerung, Identität, Raum und Wahrnehmung – und gleichzeitig für eine übergeordnete Frage: Wie formen Bilder unser Verständnis von Realität?
Tschornobyl Diaries – Dokumentarfotografie in der Sperrzone von Tschornobyl
Ein fotografischer Bildband über die Sperrzone von Tschornobyl, Prypjat und die Folgen der Reaktorkatastrophe von 1986. Zwischen verfallenen Gebäuden, überwucherten Straßen und dem zerstörten Reaktor entsteht eine visuelle Langzeitbeobachtung eines Ortes, an dem Zeit anders funktioniert. Die Natur erobert sich ihren Raum zurück, während Relikte menschlichen Lebens eingefroren wirken. Dieses Projekt verbindet dokumentarische Fotografie mit historischer Reflexion. Es geht nicht um Sensationsbilder, sondern um Atmosphäre, Stille und Spuren.
Themen: Dokumentarfotografie · Lost Places · Zeitgeschichte · Tschornobyl · Prypjat · Erinnerungskultur · Langzeitfolgen von Technologie

The Labyrinth of Echoes – Verlassene Orte und visuelles Storytelling
Dieses Projekt bewegt sich zwischen inszenierter Fotografie und symbolischer Erzählung. Verhüllte Figuren wandern durch verlassene Gebäude, Ruinen und vergessene Räume. Sie fungieren als visuelle Metaphern für Erinnerung, Identität und das Echo der Vergangenheit. Die Orte sind real – die narrative Ebene entsteht durch Inszenierung und Bildsprache. Hier steht visuelles Storytelling im Mittelpunkt: Wie lassen sich Geschichte, Atmosphäre und Emotion durch Bildkomposition transportieren?
Themen: Urbex-Fotografie · Konzeptionelle Fotografie · Storytelling in Bildern · Ruinen · Erinnerung · Symbolik

Mirror Dimension – Architektonisches Composing und digitale Bildmanipulation
In „Mirror Dimension“ zerlege ich reale Räume digital und setze sie neu zusammen. Perspektiven werden gespiegelt, Strukturen gefaltet, Licht als konstruktives Element eingesetzt. Das Composing bildet den technischen Kern des Projekts: Mehrere fotografische Elemente verschmelzen zu einer neuen Szene, die physikalisch unmöglich, visuell jedoch plausibel erscheint. Die Arbeit bewegt sich zwischen Architektur, Digital Art und experimenteller Bildbearbeitung.
Themen: Composing · Digitale Kunst · Architektur-Fotografie · Surreale Bildwelten · Perspektivmanipulation · Visuelle Wahrnehmung

Metamorphosis – Digitale Transformation, Identität und Selbstporträt
„Metamorphosis“ nutzt das eigene Gesicht als Ausgangspunkt für eine visuelle Auseinandersetzung mit Identität und Wandel. Durch digitale Bearbeitung, strukturelle Fragmentierung und symbolische Erweiterungen entstehen Porträts, die biologische Realität mit futuristischen Elementen verbinden. Zwischen Zerfall und Transformation wird Identität nicht als statischer Zustand, sondern als Prozess dargestellt. Dieses Projekt berührt Fragen, die auch im Kontext von KI, digitaler Selbstinszenierung und virtuellen Identitäten relevant sind.
Themen: Digitale Transformation · Selbstporträt · KI-inspirierte Kunst · Identität · Visuelle Metamorphose · Postdigitale Ästhetik

Ein kreativer Raum als langfristiges Archiv
Alle vier Projekte sind als eigenständige Werkreihen konzipiert – mit dem Anspruch auf langfristige Relevanz. Präsentationsformen und Ausstellungen hängen von zeitlichen Ressourcen ab. Die Arbeiten selbst bleiben jedoch als dokumentierte Serien bestehen.
Wer tiefer eintauchen möchte, findet auf den jeweiligen Projektseiten weiterführende Hintergründe, Entstehungsprozesse und zusätzliche Bildstrecken.

